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Ratgeber Kopierer/Multifunktion/Drucker

Rund drei Millionen Laser- und Tintenstrahldrucker produzieren in der Schweiz täglich Berge von Papier und verbrauchen dazu eine Menge Strom. Insgesamt liegt deren Stromverbrauch bei rund 110 Millionen Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Eine Studie des Bundesamtes für Energie (BFE) förderte erstaunliches zu Tage: Das Ausdrucken benötigt nur 8% des Stromverbrauchs. 92 % verbrauchen die Drucker im Standby- oder im Aus-Zustand (49% Standby-Modus, 43% Aus-Zustand) .
Dazu kommen noch mehrere Hunderttausend Kopiergeräte. Insgesamt liegt deren Stromverbrauch bei rund 123 Millionen kWh pro Jahr. Für das eigentliche Kopieren werden nur 40% des Stroms verbraucht. Die restlichen 60% des Stromes sind so genannte Leerlaufverluste. Allein die privaten Computer und die damit vernetzten Geräte verursachen in der Schweiz durch Leerlaufverluste unnötige Kosten von über 40 Mio. Franken pro Jahr. Dieser Leerlauf kann reduziert werden. Die Topten-Geräte zeichnen sich durch minimale Standby- und Aus-Verluste und einen dadurch tiefen Stromverbrauch aus. Das schont die Umwelt und das Portemonnaie.

Gerätekategorien

Topten unterscheidet zwischen Inkjet-/Thermosublimations- und Laser-/LED-Geräten. Geräte ohne Auflageglas werden als Drucker bezeichnet; Geräte mit Auflageglas werden als Kopierer bzw. Multifunktionsgeräte aufgeführt. In der Unterkategorie Spezial-Fotodrucker werden Geräte aufgeführt, die ein maximales Druckformat haben, welches kleiner als A4 ist. Bei den Laser-/LED-Geräten wird zudem zwischen Farb- und Schwarzweiss-Geräten unterschieden und sie werden nach der Druckgeschwindigkeit unterteilt.

Kaufentscheid

Vor der Anschaffung müssen folgende Fragen geklärt werden:
  • Werden farbige Ausdrucke benötigt?
  • Wird hauptsächlich kopiert oder gedruckt?
  • Wird die Faxfunktion wirklich benötigt? Diese kann zu viel höheren Leerlaufverlusten führen.
  • Muss das Gerät Papier im A3-Format verarbeiten können oder genügt A4?
  • Soll das Gerät als Netzwerkdrucker verwendet werden?
  • Wie viele Seiten werden mit dem Gerät monatlich erstellt? (siehe Datenblätter der Geräte)
  • Soll doppelseitig gedruckt und vergrössert / verkleinert werden?
  • Wie viel Platz steht für das Gerät zur Verfügung?

Kosten

Neben dem Kaufpreis und den Stromkosten fallen auch die Materialkosten für Toner, Tinte und (Spezial-)Papiere ins Gewicht. Im unteren Preissegment werden die Geräte immer günstiger, dafür muss für das Verbrauchsmaterial oft viel Geld bezahlt werden. Zum Teil werden die Geräte gar unter den Produktionskosten verkauft, um damit den Absatz der firmeneigenen Toner bzw. Tintenpatronen sicher zu stellen.

Geschwindigkeit

Bei der Druck-/Kopier-Geschwindigkeit wird jeweils das Maximum angegeben. Die Angabe erfolgt in p.p.m. (pages per minute) oder i.p.m. (images per minute) = Anzahl A4 Seiten pro Minute (Seiten/min). Die effektive Druck-/Kopier-Geschwindigkeit hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab und variiert teilweise beträchtlich.

Format

Für viele Büro-Anwendungen genügt das A4-Format. Für das Kopieren von Zeitungsseiten oder Plänen ist ein A3-Gerät wegen dem grösseren Vorlagenglas praktischer. Wenn nur selten A3-Kopien gemacht werden müssen ist das Kopieren in einem Kopiercenter eventuell günstiger als die Anschaffung eines A3-Gerätes.

Auflösung

Die Auflösung wird in dpi (dots per inch = Punkte pro Zoll, 1 Zoll = 2.54 cm), horizontal und vertikal, angegeben. Je höher die Auflösung, desto besser die Wiedergabequalität. In der Regel genügt eine Auflösungen von rund 600x600 dpi. Für Scannen und Spezialanwendungen wie z.B. Fotodruck sind höhere Auflösungen und Spezialpapiere erforderlich.

Umwelt-Labels

Einige Geräte sind mit Umweltzeichen ausgezeichnet. Diese Geräte erfüllen viele zusätzliche Umweltanforderungen wie z.B. recyclinggerechte Konstruktion, tiefe Lärmwerte, tiefe Schadstoff-Emissionen usw. (siehe Infoplus).
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Inkjet-Geräte

Achten Sie beim Kauf eines neuen Inkjet-Gerätes vor allem auf die Preise der Tintenpatronen. Sind getrennte Tanks für jede einzelne Farbe vorhanden? Andernfalls müssen die teuren Patronen gewechselt werden, obwohl ev. nur eine einzige Farbe leer ist! Die Kosten für die Tintenpatronen können den Geräte-Kaufpreis schon nach kurzer Zeit um ein Mehrfaches übersteigen. Alle Gerätehersteller betonen, dass man keinesfalls mit anderen (billigeren) Tintenpatronen drucken soll. Die Stiftung Warentest hat im März 2002 allerdings einen umfangreichen Test publiziert, gemäss dessen Resultaten für viele Anwendungen die Ersatzprodukte genügen. Seit 2006 dürfen in der EU nur noch Drucker mit wiederauffüllbaren Patronen verkauft werden.

Papier

Weisses Büropapier aus Frischfasern braucht zur Herstellung rund dreimal mehr Energie (8 kWh pro kg) als Recyclingpapier. Das fällt ins Gewicht, denn der Bedarf an Herstellungsenergie (so genannter grauer Energie) ist wesentlich grösser als derjenige für das Bedrucken. Das doppelseitige Bedrucken von Papier (Duplex) spart also auch Energie!
  • Recyclingpapier: Mit dem ‚Blauen Engel‘ ausgezeichnetes Recyclingpapier ist aus ökologischen Gesichtspunkten die beste Wahl. Diese bestehen zu mindestens 95% aus Altpapier, und im Herstellungsprozess wird auf umweltbelastende Aufhellungs- und Bleichmittel verzichtet. Oft ist Recyclingpapier auch die kostengünstigere Wahl als Frischfaserpapier.
  • FSC-Frischfaserpapiere: Unter den Frischfaserpapieren sind mit dem FSC-Label (Forest Stewardship Council) versehene am umweltverträglichsten. Sie enthalten Holz aus FSC-zertifizierter und somit nachhaltiger Waldwirtschaft. Das ‚FSC-Pure‘-Label garantiert 100% FSC-zertifizierte Rohstoffe, während bei ‚FSC Mix‘ auch Holz aus nicht zertifizierter, jedoch immer kontrollierter Waldwirtschaft verarbeitet wird.
  • Weisses Papier: Besteht grösstenteils aus frischen Zellstofffasern. Die Kürzel TCF (Total Chlrofrei) und ECF (Elementarchlorfrei) weisen auf ein chlorfreies Bleichverfahren hin. Wie alle Frischfaserpapiere sind aber auch diese deutlich umweltbelastender als Recyclingpapiere.
  • Fotopapier: Für das Ausdrucken von Fotos oder Grafiken stehen spezielle Fotopapiere zur Verfügung, die dank der glänzenden Oberfläche feine Auflösungen ermöglichen.

Entsorgung

Altgeräte gehören nicht in den Siedlungsabfall. Gemäss VREG (Verordnung über die Rückgabe, die Rücknahme und die Entsorgung elektrischer und elektronischer Geräte) müssen Konsumentinnen und Konsumenten ihre alten Geräte dort zurückgeben, wo neue gekauft werden können. Dank getrennter Entsorgung kommen über 75% der enthaltenen Stoffe in den Materialkreislauf zurück. Die Rücknahme der Geräte und deren Zubehör erfolgt kostenlos, auch ohne Neukauf! Weitere Informationen sind bei der SWICO erhältlich (siehe Infoplus).